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Z1 und Z2 Straßenbahn-Motorwagen |
Sambawagen- Straßenbahnen in Hamburg |
Straßenbahn-Motorwagen Z1 |
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| Der Z1-Motorwagen 656 des VVM in der |
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| Ab 1894 begann die Elektrifizierung der Straßenbahn in Hamburg. Ab dann bis 1936 wurden alle Straßenbahnwagen für Hamburg durch die Waggonfabrik Falkenried gebaut. In den Jahren 1895-1896 wurden bis zu 4 Wagen pro Woche im Wert von je
22000 Mark hergestellt. Bis zum Abschluss der ersten Stufe der Straßenbahnelektrifizierung 1897 wurden 387 Wagen gefertigt.
Die Fahrgastkapazität im Inneren des Wagens betrug zweimal 10 Sitzplätze auf zwei Längsbänken plus 9 oder 10 Stehplätze. Rahmen und Wagenkasten bestanden aus Holz und waren mit 1 mm dickem Stahlblech verkleidet. Die Dachkonstruktion bestand aus 10 mm dickem Kiefernholz, das man mit Dachleinen bespannt hatte. An den betretbaren Flächen war der Holzfußboden -er bestand aus 25 mm dickem Kiefernholz- mit Holzlatten belegt. Die Fahrgestelle der ersten Z1-Motorwagen fertigte die Bergische Stahl-Industrie. Deshalb erhielten diese Motorwagen die Ab Dezember 1895 wurden zwei Motoren eingebaut. Die Tatzlagermotoren des Typs GE 800 wurden von General Electric geliefert. Die elektrische Ausrüstung stammte von den Siemens-Schuckert Werken. Der Fahrgastraum hatte fünf Fenster an jeder Seite. Die Plattformen und somit die beiden Fahrerstände waren offen. Der Fahrer arbeitete im Stehen. Die Motorwagen waren Zweirichter. Die geringe Motorleistung von 10,2 kW wird verständlich, wenn man bedenkt, dass die Motorwagen anfänglich solo fuhren. Die Geschwindigkeitsvorgaben waren 1894 eher gemütlich:
Im Laufe der Zeit wurden stärkere und somit schwerere Motoren gewählt, denn es wurden Beiwagen angehängt. Außerdem wurden zwei Motoren eingebaut. Hermann Hoyer macht in "Die Hamburger Straßenbahn, Wagenpark 1. Teil von 1894 bis 1921, Hamburg 1977" folgende Angaben zu den Bauarten der Motoren:
Die SEG wurde am 11.7.1918 in die HHA eingegliedert bzw. mit ihr verschmolzen. Nach Übernahme der Fahrzeuge durch die HHA erhielten die Wagen Anfang der 1920er im Rahmen der Überholung etwas längere Fahrgestelle (2,20 m), neue Motoren mit höherer Leistung, geschlossene Plattformen, einen neuen cremefarbenen Anstrich und neue Typenbezeichnungen: N5 bzw. N6. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es immerhin noch 250 Z1-Fahrzeuge (hierzu habe ich eine weitere etwas abweichende Angabe gefunden: 38 N5-, 189 N6-, 136 A4-, 20 A5- und 78 A7-Wagen. A4, A5 und A7 sind zweiachsige Beiwagen). Ab 1950 begann die Generalüberholung im großen Stil und die Umrüstung einiger Fahrzeuge Z1P (P für Pendelwagen, also Zweirichter) in Einrichter. Etliche Fahrgestelle verschrotteter Wagen wurden als Fahrgestelle für die 31 VG-Wagen, (1 Probewagen gebaut 1954, 30 Serientriebwagen beschafft 1955-1956, Spitzname "Schienenfräse") und deren Z4B-Beiwagen verwendet. Noch 1955 waren 92 Z1-Fahrzeuge im Einsatz. Das blieb bis 1959 so. Die Verschrottung aller Wagen war 1961 abgeschlossen. Lediglich der im Oktober 1894 gebaute Wagen 656 blieb erhalten. Er ist jetzt der Star unter den Straßenbahnen der Museumseisenbahn Schönberger Strand. |
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Straßenbahn-Motorwagen Z2 |
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| Bild oben: Modell eines Straßenbahntriebwagens Z2 von BEC-Kits im Kleinbahnmuseum Wohldorf. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Die Entwicklung des Z2 begann gegen Ende des Ersten Weltkriegs. Der Z2 unterscheidet sich von den früheren Z1-Wagen durch
Die ersten 25 Z2-Wagen des Typs N4 gingen 1921 in Betrieb. Sie hatten offene Plattformen und waren in der grünen S.E.G.-Farbe lackiert. Die Fahrzeugnummern 1769 bis 1793 wurden später in 2177-2201 geändert. 1925 wurden die Z2-Wagen mit geschlossen Plattformen versehen und cremefarbig umlackiert. Die Produktion weiterer 50 Z2-Wagen erfolgte nach der Wirtschaftskrise 1926 durch Falkenried. Diese Fahrzeuge haben einen auf 2,20 m vergrößerten Radstand und die Betriebsnummern 2699-2748. Außerdem waren die Fensterrahmen aus Metall statt, wie bei den Vorgängern, aus Holz. 1936 erhielten die ersten Z2 Wagen ebenfalls 2,20 m lange Fahrgestelle und erneut neue Betriebsnummern: von 2674-2696. 1936-1937 wurde Nummer 2724 mit einem motorisierten Z2b Anhänger zu Testzwecken umgerüstet. Im Zweiten Weltkrieg wurden 7 Triebwagen Z2 der ersten Serie und 12 der späteren Serie zerstört. Ein einziger der im Krieg zerstörten Z2-Triebwagen wurde mit einem neuen Kasten aufgebaut. Er erhielt 1947 längere Plattformen und die Nummer 2580. 1946 wurden zunächst Wagen 2701 bis 2709 in Einrichter umgebaut. Als neue Farbe wurde unten rot und oben creme verwendet Auch die übrigen Wagen wurden später in dieser Art umgebaut und es gab erneut frische Betriebsnummern 2519 bis 2533 und 2534 bis 2570. Im März 1956 erlebte der Wagen 2548 einen Stilbruch: er erhielt stählerne Plattformen, gummiumrahmte Fenstern und Niederspannungseinrichtungen für die Schienenbremsen, Beleuchtung und Winker. 1957 wurden alle restlichen Wagen bei der Waggonfabrik Graaff in Elze auf diesen neuen Standard verbessert - und es gab wieder neue Betriebsnummern von 2700 bis 2751. Im September 1961 wurde Wagen 2730 wieder zurück zum Zweirichter umgebaut und mit der neuen Betriebsnummer 2760 versehen. Diese Nummer behielt er bis zu seiner Verschrottung im August 1963. Im Der März 1965 kam das Ende aller dieser Wagen, sie wurden verschrottet. Wirklich alle? Nummer 2710 gelangte ins Seashore Trolley Museum in Kennebunkport, USA, Wagen 2734 und der Anhänger 1786 gelangten zum VVM Schönberger Strand.
Über die Jahre wurden mehrere Serien der später als Z1 bezeichneten Triebwagen gebaut. Ab 1902 wurden dazu passende Beiwagen gebaut. Dabei blieb der Wagenkasten in seinen Abmessungen praktisch gleich, aber die Plattformen wurden immer länger. Die längeren Plattformen erforderten einen größeren Achsabstand und bewirkten ein größeres Fahrzeuggewicht. Dank der längeren Plattformen konnte man mehr Stehplätze ausweisen. So verfügten die ersten Beiwagen von 1902 über 18 Sitzplätze und 11 Stehplätze. Die 1909 gebauten Beiwagen hatten ebenfalls 18 Sitzplätze aber 21 Stehplätze! Typenbezeichnung der zweiachsigen Triebwagen der SEGDie Typenbezeichnung leitet sich mit Ausnahme der Trambahnwagen von der Bezeichnung des Fahrgestells ab. Die in der Waggonfabrik Falkenried hergestellten Fahrgestelle erhielten den Buchstaben N, deren Weiterentwicklungen N1 bis N6. Erst den 1940ern wurde vom Z1 gesprochen. Es wird vermutet, dass vielleicht die Wagennummer am Fahrgestell haftete. Das würde bedeuten, dass bei einem Tausch des Wagenkasten auf ein anderes Fahrgestell die Nummer des Wagenkastens entsprechend geändert worden wäre. Die folgende Liste ist sehr unvollständig. Genaueres steht in Hermann Hoyer: Die Hamburger Straßenbahn, Wagenpark 1. Teil, 1894 bis 1921. Das Buch ist bei VVM e.V. erältllich.
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