Ich habe die Gegenwartsform gewählt, da die Texte so am lebhaftesten wirken. Rückbetrachtungen auf Ereignisse sind in der Vergangenheit formuliert.
In der Aufstellung fehlen die Linienbusse, die VHH und sicher noch einiges mehr! |
| 1816 |
Am 29.Juni 1816 eröffnet der Inhaber des hamburgischen
Bürgerrechtes Peter Kinraid aus Glasgow den ersten fahrplanmäßigen Dampfschiffverkehr Deutschlands zwischen Hamburg und Cuxhaven. Die Fahrzeit des 20 m langen Raddampfers „Lady of the Lake“ beträgt 7 Stunden. Das auf der Werft von
John Gray im schottischen Kinkardine gebaute Schiffchen wird von einer 24 PS starken Dampfmaschine angetrieben. Die Linie wird am 24.Juni 1817 eingestellt, da die erhofften Fahrgäste ausbleiben und somit die Rendite nicht befriedigt. |
| 1818 |
Am 14.Juni 1818 beginnt die „Privilegierte Dampffähre“ ihren Liniendienst zwischen dem Grasbrook über den Köhlbrand nach Harburg. Die Dampfmaschine des 30 m langen Mittelraddampfers leistet nur 20 PS. Die Dampffähre erhält
den Spitznamen „De Smeuker“ und die Typenbezeichnung „Schmeukewer“. |
| 1819 |
1814 tauchten in Berlin die Pferdedroschken auf. Es sind zweispännige Fiaker. 1819 erscheinen sie in Dresden und in Hamburg. Bald darauf wurde aus dem Fiaker die einspännig gefahrene Landauerdroschke. |
| 1829 |
Der Raddampfer „De Beurs van Amsterdam“ der niederländischen Reederei Amsterdamsche Stoombootmaatschapij beginnt im Juli den Seebäderdienst zwischen Hamburg und der britischen Insel Helgoland. Die Helgoländer hatten 1826 den
Badebetrieb eröffnet. |
| 1834 |
Die Hamburger Dampfschiffs-Compagnie beginnt ihren Seebäderdienst Hamburg - Helgoland mit dem Raddampfer „Elbe". Ihre Seebäderflotte wächst bis 1842 auf drei Schiffe an. 1842 wird sie an die Hamburg Elb-Dampfschiffs-Compagnie
verkauft. |
| 1835 |
Die ersten Vorläufer des Pferdeomnibusbetriebs treten auf den Plan. Im Sommer 1835 lässt der Besitzer des Lokstedter Lokals „Museum“ seinen Wagen täglich dreimal zum Gänsemarkt fahren.
Seit dem 1. Juni 1835 fährt während der Sommermonate die „Stage Coach“ jeden Morgen nach Eppendorf und zurück. Eine Stage Coach ist eine vierspännig gefahrene englische Landkutsche.
Ab dem 27. Juli fährt der Pferdeomnibus „Journalière von Ham und Horn“ des Gasthofeigentümers Johann August Jahns junior zweimal täglich zwischen der Horner Landstraße (Letzter Heller) und der Petrikirche in Hamburg. Hamm wurde vermutlich damals als „Ham“ geschrieben. |
| 1839 |
31.10.1839: Erste wirkliche Pferdeomnibuslinie in Hamburg. Die Firma Basson & Co. startet mit 4 in England gebraucht erworbenen Pferdebussen ihre erste Linie „Von der Steinstraße nach der Palmaille“. Es handelt
sich um eine gewissermaßen internationale Strecke mit Zollformalitäten, denn Altona ist dänisch! |
| 1842 |
Hamburgs erste Eisenbahnlinie wird eröffnet: von Hamburg (Deichtormarkt) nach Bergedorf. Am 7. Mai
1842 sollte die feierliche Einweihung sein. Allerdings befördern an diesem Tag die Züge keine Festgäste, sondern Obdachlose und Verletzte: Zwei Tage vorher war in Hamburg der Große Brand ausgebrochen. Die offizielle Eröffnung wird
am 16. Mai 1842 nachgeholt.
1846 erreicht die Strecke Berlin. Eröffnung: 15.Dez. 1846
Auch die Pferdeomnibusse von Basson & Co bewähren sich beim großen Brand. Sie helfen sie bei der Evakuierung von Kranken und Alten.
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| 1844 |
Die Dänen eröffnen am 18.Sep. 1844, dem Geburtstag des dänischen Königs Christian VIII., die Christian
VIII. Ostseebahn bzw. „Altonaer-Kieler-Eisenbahn“ in ihrem damaligen dänischen Herzogtum Holstein. Altona war damals die zweitgrößte Stadt Dänemarks und bot Dänemark einen Zugang zum Überseehandel via Elbe und Nordsee. 1845 wird die
Zweigbahn nach Glückstadt eröffnet. Das Eingangsportal des Bahnhofsgebäudes in Altona ist erhalten geblieben: es ist die Rückseite des jetzigen Altonaer Rathauses.
Die „Schüten-“ Vermieter haben ihre Stege am Jungfernstieg, d.h. in der Binnenalster. Von hier aus finden Lustfahren auf der Alster statt- später gewürdigt z.B. durch den von Fetrás
komponierten Walzer „Mondnacht auf der Alster“. 1844 erhält der Bootsvermieter Pantelmann die erste Genehmigung für einen Bootssteg in der Außenalster. Der Steg befand sich auf der Höhe des jetzigen Hotels Atlantic.
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| 1847 |
1.Mai: Inbetriebnahme der Eisenbahnstrecke Harburg - Hannover durch die Königlich Hannöversche Staatseisenbahnen. |
| 1857 |
Fehlgeschlagener Beginn der Alsterlinienschifffahrt: der Assekuranzmakler Gustav Adolph Droege hatte am 2.Oktober 1854 das Konsessionsgesuch für eine Alsterschifflinie eingereicht. Sie
wurde ihm am 9.Mai 1856 erteilt. Sein Schiff, der gebrauchte Raddampfer „Stadt Mülheim“ vom Rhein, trifft im Juli 1856 in Hamburg ein. Aber auf der Fahrt über die Nordsee hatte man den Kessel mit Nordseewasser befüllt, so dass die Maschine
vom Salz zerfressen war. Ohne in Hamburg in Betrieb gegangen zu sein, sinkt das vertäute Schiff im Januar 1857 am Grasbrook in die Elbe.Sein zweiter Dampfer „Helene“ aus Konstanz erweist sich als zu groß. Um die Alsterschleusen passieren
zu können, müssen Aufbauten, Schornstein und Radkästen abgebaut werden. Bei der Probefahrt am 3.August 1857 zeigt sich, dass sie zu viel Wellengang verursacht. Sie bekommt keine Betriebsgenehmigung. Die „Helene“ wird nach Russland verkauft
und bewährt sich anschließend auf der Wolga recht gut. |
| 1859 |
Erfolgreicher Beginn der Alsterlinienschifffahrt: am 15.Juni 1859 nimmt der Schiffsmakler Johann Peter Parrau mit seinem bei der „Reiherstieg Schiffswerft und Kesselschmiede“
gebauten Alster-Dampfboot „Alina“ den ersten Alsterdampferlinienbetrieb zum Mühlenkamp und nach Winterhude auf.
Ebenfalls seit 1859 fährt über die Norderelbe eine Dampffähre, die bis zum Bau der Elbbrücken bestehen wird.
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| 1860 |
Aufhebung der Torsperre. Jetzt muss man kein Sperrgeld mehr zahlen, wenn man nach der Torsperre die Stadttore passieren wollte. Vor Einführung des Sperrgeldes wurde man gar nicht hindurch gelassen, sondern musste bis zum nächsten
Morgen warten!
Jacob Holst baut die erste Dampferlinie zwischen Finkenwerder und Hamburg auf.
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| 1861 |
Die Alsterdampferflotte wird um 5 Dampfboote erweitert. Herr Schulz, der Besitzer des Uhlenhorster Fährhauses und der zugehörigen Alsterfähre, gibt eine Zeitungsanzeige auf: Nach
Abendkonzerten verkehren ununterbrochen erleuchtete Dampfböte von Uhlenhorst nach der Rabenstraße und Alsterterrasse nahe dem Dammthore.

Lauenburger Dampfer: 1861 gibt es Unternehmer, die etwas riskieren. Die Brüder Burmester aus Lauenburg lassen einen kleinen Dampfer bauen und nehmen den täglichen Liniendienst zwischen Lauenburg und Hamburg auf.
Bereits 1863 wird der kleine Dampfer durch einen größeren Neubau ersetzt. 1864 kommt ein weiterer Neubau hinzu. Vergleiche 1961.
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| 1864 |
Pferdebahnen erhalten mit dem Artikel 8 des neu geschaffenen Gesetzes „betreffend die Pferdeeisenbahn auf Hamburgischem Gebiet“ die absolute Vorfahrt. Nachdem das Gesetz fertig ist, werden
die potenziellen Pferdebahnunternehmer aufgefordert, ihre Offerten einzureichen. |
| 1865 |
1.8.1865: Inbetriebnahme der Eisenbahnstrecke Hamburg - Lübeck durch die Lübeck-Büchener Eisenbahngesellschaft.
Herr A.F.Møller, der sich für eine Pferdebahn vom Schweinemarkt nach Wandsbek mit einer Zweiglinie nach Barmbeck beworben hatte, erhält den Zuschlag. Zusammen mit dem Inhaber der Waggonfabrik
F.C.Lauenstein gründet er im November 1865 die „Pferde-Eisenbahn-Gesellschaft“.
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| 1866 |
16.Juli 1866: Die „Verbindungsbahn“ wird eröffnet. Sie verbindet den Bahnhof Altona mit den Fernbahnhöfen in Hamburg, die sich in der Umgebung des späteren Hauptbahnhofs angesammelt
haben. Dies sind die Bahnhöfe Klostertor, Berliner und Lübecker Bahnhof. 1872 kommt der Venloer Bahnhof (auch Hannoverscher Bahnhof oder Pariser Bahnhof genannt) hinzu. Siehe: Die Verbindungsbahn in Hamburg.
Erste Pferdebahn: Ab dem 16.8.1866 verbindet eine Pferdebahn den Hamburger Rathausmarkt mit dem Wandsbeker Zoll. Übrigens, mit dem Bau des Rathauses an diesem Platz wurde erst 1886 begonnen!
Man hatte nach dem großen Brand von 1842 diesen Platz für ein zukünftiges neues Rathaus unbebaut gelassen.
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| 1867 |
S Aufnahme des Personenverkehrs auf der Strecke Altona - Blankenese am 19. Mai. Die eingleisige Nebenbahnstrecke der Altona-Kieler Eisenbahn führt westlich in den Bahnhof Altona hinein und hat keine unmittelbare Verbindung
zur Verbindungsbahn. |
| 1872 |
Ab dem 1.Dezember 1872 kann man mit dem Zug von Hamburg nach Harburg fahren (Elbbrücken, Köln - Mindener Eisenbahngesellschaft als Teil der 1866 erteilten Konzession für die Strecke Hamburg - Venlo.) |
| 1874 |
1.Juni: Inbetriebnahme der Eisenbahnstrecke Harburg - Bremen durch die Köln - Mindener Eisenbahngesellschaft.
Baubeginn des „Schellfischtunnels“ in Altona
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| 1878 |
Die Hamburg-Altonaer Pferdebahn-Gesellschaft nimmt als erste Straßenbahn in Altona den Betrieb auf. Die ersten beiden Linien führen durch die König- und die Bergstraße zur Börse in
Hamburg. |
| 1879 |
Die seit dem 16.8.1866 bestehende Pferdebahn vom Hamburger Rathausmarkt zum Wandsbeker Zoll beginnt mit dem planmäßigen Einsatz von
Straßen-Dampflokomotiven, den sogenannten "Plätteisen". |
| 1880 |
Gründung der Großen Straßen-Eisenbahn-Gesellschaft (SEG)
 Die Alsterschifffahrt von 1865 bis zum Ersten Weltkrieg
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| 1881 |
1.4.1881: Inbetriebnahme der Eisenbahnstrecke Harburg - Stade
1.7.1881: Verlängerung bis Himmelpforten
10.11.1881: Die gesamte "Unterelb'sche Eisenbahn" bis Cuxhaven wird feierlich eröffnet.
Siehe dazu: www.niederelbebahn.de. Im linken Navigationsrahmen auf "Geschichte" klicken, dann im rechten Teil unter "Inhalt" die entsprechende Strecke heraussuchen!
Ab 1881 verkehrt ein Raddampfer von Hamburg nach Harburg. Vergleiche 1818!
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| 1883 |
S Inbetriebnahme der Eisenbahnstrecke Blankenese - Wedel (Altonaer-Kieler Eisenbahn) am 1. Dezember. Sparsam, wie man war, hatte man den Krähenberg westlich von Blankenese nicht untertunnelt oder aufgeschnitten. Man führte
die Strecke nach Wedel in nordöstlicher Richtung aus dem Bahnhof Blankenese hinaus um den Berg herum. Deshalb ist Blankenese ein Kopfbahnhof. |
| 1884 |
S Am 24.Januar 1884 wird die Altonaer-Kieler Eisenbahn verstaatlicht. Am 1. März wird in Altona eine Königliche-Preußische Eisenbahn-Direktion eingerichtet.
A Die Altona-Kaltenkirchener Eisenbahn-Gesellschaft erreicht Altona. Sie soll die Ortschaften östlich der Eisenbahnlinie Altona - Kiel erschließen und einen rentablen Transport des bei
Quickborn abgebauten Torfs ermöglichen. Die Trasse liegt in den Straßen Kieler Straße und Holstenstraße. Die Gleise der Verbindungsbahn werden mit sogenannten Klappschienen überbrückt. Nachdem der Zug die Gleise überquert hat, werden die
Klappschienen wieder fortgeklappt. Endbahnhof ist ab dem 24.November 1884 am Gählersplatz (jetzt etwa Holstenstraße / Paul-Roosen-Straße).
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| 1886 |
Erprobung eines elektrischen Straßenbahntriebwagens mit Stromversorgung aus mitgeführten Akkumulatoren.
S 1886/1888 wird der Personentarif der Verbindungsbahn umgestellt. Es taucht der neue Begriff „Vorortstrecke“ auf. Damit sind bestimmte an die Verbindungsbahn angrenzenden Streckenabschnitte gemeint, für die der
Tarif des Fernverkehrs zu zahlen ist. Für die Strecke der Verbindungsbahn (Stadtbahnstrecke) gilt ein gegenüber dem Fernverkehr ermäßigter Tarif.
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| 1888 |
Genau am 8.8.88: Gründung der Hafen-Dampfschiffahrt-Actien-Gesellschaft HDAG. Die Gesellschaft wurde ab dem 2. Weltkrieg „HADAG“ genannt. |
| 1889 |
S Preußen erlässt am 8.April 1889 ein Gesetz über den Umbau der Bahnanlagen in Hamburg und Altona. Das Gesetz umfasst unter anderem den Neubau eines neuen Hauptbahnhofs für Altona 600 m nördlich des alten
Empfangsgebäudes und den vierspurigen Ausbau der Verbindungsbahn.
Weil die vier oder fünf Fährpächter im Hafen sich nicht auf einen Fährplan einigen, werden sie 1889 abgefunden. Ihre Fährlizenzen gehen an die 1888 gegründete HDAG (die spätere HADAG). Einer
der Fährpächter, Johann Heinrich Grell (1824 - 1898) wird mit 250 000 Goldmark abgefunden. Grell empfand dies als Ungerechtigkeit. Er lässt sich in einen Brillantring gravieren: "Im Jahr 1859 habe ich die Fähre eröffnet. 1889 davon
vertrieben."
Die SEG beginnt mit der Errichtung eines Betriebshofs am Lehmweg in Hamburg-Eppendorf. Hier werden Pferdebahnwagen und später elektrische Straßenbahnen hergestellt und repariert.
Für ihre Mitarbeiter baut sie unmittelbar nördlich davon die Wohnsiedlung Falkenried.
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| 1890 |
Das Hamburger Straßenbahnnetz wird betrieben mit:
19 Dampfwagen,
457 Pferdebahn-Wagen,
53 Pferdebussen
und 3600 Pferden. |
| 1891/93 |
S Franz A. Meyer, Oberingenieur der Baudeputation, empfiehlt den Bau einer Vorortringbahn mit Dampflokomotiven nach Londoner Vorbild. |
| 1893 |
A Der Bahnhof Gählersplatz und die Trasse durch die Holstenstraße werden beseitigt. Der Endbahnhof "Altona-Kaltenkirchener Bahnhof" befindet sich unmittelbar südlich der Verbindungsbahn im
Dreieck aus Holstenstraße, Alsenstraße und Verbindungsbahn. Die Gleise werden jetzt unter der Verbindungsbahn hindurchgeführt. |
| 1894 |
Am 5.März 1894 Inbetriebnahme der elektrische Straßenbahn (550 Volt, Oberleitung). Die erste elektrifizierte Linie ist die Ringbahn vom Berliner Bahnhof (Deichtorplatz) über
Klosterwall, Glockengießerwall, Lombardsbrücke, durch die Wallanlagen zu den Landungsbrücken, Zollkanal, Meßberg wieder zum Berliner Bahnhof. Als Zeitraum für die gesamte Elektrifizierung der Straßenbahnen wird 1894-1897 angegeben, weil am
21.Juni 1897 die letzte Dampfstraßenbahn fuhr. Vergleiche jedoch 1922!
1894 wird Barmbeck ein Stadtteil Hamburgs. Für die Alsterdampfer gibt es in Barmbeck Anlegestellen im Eilbek- und im Osterbekkanal.
U Eugen Langen, Erfinder der Schwebebahn, legt Pläne für eine Schwebebahn in Hamburg vor.
Inbetriebnahme der Eisenbahnstrecke Altona - Kaltenkirchen.
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| 1895 |
Die Hamburger Sektion der Bahnhofsmission wird am 1.11. gegründet. |
| 1896 |
1896 stirbt Johann Andreas Culin (1826-1896), Gründer und Direktor der Straßen-Eisenbahn-Gesellschaft. Sein Sohn Andreas Culin (genauer: Gustav Amandus Andreas Culin) ist der Erfinder der einteiligen Straßenbahn-Rillen-Schiene. Die nach
Vater und Sohn benannte Straße "Culinstraße" befindet sich in Hamburg Horn.
1896 fahren bereits 400 elektrisch angetriebene Straßenbahnen in Hamburg. Erstmals in 1896 dürfen die Triebwagen einen Beiwagen führen. Dazu werden zunächst die alten
Pferdebahnwagen verwendet.
Im August 1896 gibt die HAC über Zeitungen die Einführung von Haltestellen für ihre Straßenbahn bekannt. Straßenbahnhaltestellen hatte es vorher in Hamburg, Altona und Wandsbek
nicht gegeben! Der Text der Bekanntmachung lautete: Die Centralbahn darf nur noch auf den ganzen Strecken bei den 70 Haltestellen betreten oder verlassen werden. Vorher winkten die potenziellen Fahrgäste entlang der Strecke
am Straßenrand und die Bahn hielt zum Einsteigen an! War sich der Fahrer über die Absicht des Fußgängers unsicher, lud er ihn oder sie mit einer Handbewegung zum Einsteigen ein.
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| 1897 |
Die weiter oben (1879) erwähnte Dampfstraßenbahn vom Hamburger Rathausmarkt nach Wandsbek fährt ab dem 22.6.1897 elektrisch. Von 1897 bis 1901 werden 50 vierachsige
Straßenbahntriebwagen gebaut. |
| 1898 |
U Siemens & Halske und die AEG legen Pläne für eine elektrische Hoch- und Untergrundbahn vor
Der neue Altonaer Bahnhof wird nach rund 10-jähriger Bauzeit fertig gestellt. Eröffnet wird er am 30.Januar.
S Am 30.12.1898 wird ein Vertrag zwischen Hamburg, Preußen und der Lübeck-Büchener Eisenbahngesellschaft geschlossen. Er besagt, dass
- ein neuer Hauptbahnhof die Bahnhöfe Berliner Bhf, Lübecker Bhf, Hannoverscher Bhf und Klosterthorbhf ersetzen solle,
- die Verbindungsbahn viergleisig ausgebaut werden solle; das nördliche Gleispaar soll ausschließlich dem Stadtverkehr dienen,
- die Bahnübergänge auf Straßenebene beseitigt werden sollen,
- die Verbindungsbahn bis Hasselbrook verlängert werden solle.
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| 1899 |
Mit der Eröffnung der Straßenbrücke über die Süderelbe (Süderelbbrücke) am 30.09.1899 rückt Harburg nahverkehrsmäßig näher an Hamburg heran. Altona und Blankenese sind seit dem
26.08.1899 durch eine Straßenbahnlinie verbunden |
| 1900 |
Seit 1895 befand sich vor dem Hamburger Rathaus auf dem Rathausmarkt eine sechsgleisige Straßenbahnanlage. Hier wurde fleißig rangiert, denn für einige Linien war am Rathausmarkt
Endstation. Ab 1900 kann neben der Poststraße auch der Jungfernstieg von Straßenbahnen befahren werden. Nun werden einige Linien, die bisher aus verschiedenen Richtungen kommend am Rathausmarkt endeten, miteinander verknüpft. Dies
vereinfacht den Rangierbetrieb auf dem Rathausmarkt, so dass man mit nur noch drei Gleisen auskommt. Vergleiche dazu in der Straßenbahnlinienchronik unter 3.9.1900 bei den Linien 1, 2, 17 und 19.
Das Straßenbahnnetz in Hamburg ist zu unübersichtlich geworden. Die SEG führt ab dem 3.September 1900 eine Neuerung ein: Die Straßenbahnlinien werden nummeriert:
Nummerierungsschema
|
Liniennr.
von - bis |
nach |
| 1 - 3 |
Wandsbek |
| 4 - 5 |
Eilbek |
| 6 - 9 |
Barmbek |
| 10 - 16 |
Eimsbüttel |
| 17 |
Hamm |
| 18 - 19 |
Ringlinien um die Alster |
| 20 - 25 |
übrige Linien |
| 26 |
Ringbahn um die innere Stadt |
| 27 |
Altonaer Ring |
| 28 |
Ohlsdorf über Winterhude |
| 29 - 30 |
in Altona |
| über 30 |
jede neue Linie bekam eine höhere Nummer. 1913 war man bei 40 angelangt. |
Um 1900 zuckelten folgende optisch unterscheidbare Arten von zweiachsigen Triebwagen durch Altona, Wandsbek und Hamburg: |
| Gesellschaft |
Bemerkungen |
Anzahl
der
Seiten-
fenster |
Platt-
formen |
Farbgebung |
| SEG |
spätere Bezeichnung: Z1 |
5 |
offen |
ockergelb mit grüner Zierfläche unter den Fenstern |
| SEG |
gebaut 1902 für den Betrieb nach Harburg |
3 |
offen |
ockergelb mit grüner Zierfläche unter den Fenstern |
Altona-Blankeneser
Straßenbahn |
Dieser Straßenbahnbetreiber war von 1899 bis 1921 aktiv |
6 |
geschlossen |
grün |
Hamburg-Altona-
Trambahn-Gesellschaft |
Dieser Straßenbahnbetreiber wurde im Juni 1899 von der SEG geschluckt. |
3 |
offen |
Plattformverkleidung:
ocker?-gelbe Fläche mit grünem Rand,
sonst gelb mit schwarzer Zierfläche unter den Fenstern |
| HAC |
"Chinesenbahn", geschwungene,
an eine Pagode erinnernde Dachform. Die Fahrzeuge wurden 1929 abgestellt und verschrottet. |
2 |
offen |
ocker?-gelb |
|
Ein weiterer Typ war der vierachsige Triebwagen mit offenen Plattformen. Er erhielt später die Typenbezeichnung V1. Er wurde von der SEG und der Hamburg-Blankeneser Straßenbahn AG gefahren.
|
S An der alten "Verbindungsbahn" wird fleißig gebaut. Die Schienen werden auf Dämme gelegt, zwischen Altona und dem zukünftigen Hauptbahnhof wird ein zusätzliches Gleispaar für eine neue Stadtbahn verlegt. Sie
soll zwischen Blankenese und Hasselbrook fahren.
Am 11. August 1900 übernimmt die HDAG die Fährlinie zwischen Finkenwerder und den heutigen St. Pauli-Landungsbrücken. Sie ist heute (2002) die meistfrequentierte Fährlinie der heutigen
HADAG.
|
Zeittafel Teil 2 (ab 1901) |