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Postkarten und ein Wandgemälde mit Hamburger Hochbahn
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Entstehung der Hamburger Hochbahn AG |
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| Diese Ansichtskarte „Hamburg - Hochbahn am Rödingsmarkt“ vom Verlag M.L.Carstens in Hamburg 20 wurde während des Ersten Weltkriegs als Feldpostkarte an
die Ostfront geschickt.
Das Gebäude mit dem markanten Turm rechts im Bild, zwischen den Einmündungen der Straßen Graskeller und Heiligengeistbrücke, beherbergte das Kaufhaus Peek & Cloppenburg. Im Hintergrund des Bildes dominierte bereits damals das Gebäude der Oberfinanzdirektion. Interessant ist das Formsignal an der engen Übergangskrümmung vom Mönkedammfleet zur Haltestelle Rödingsmarkt. Die Übergangkrümmung hat nur 71 m Radius! Dies ist die engste Gleiskrümmung im gesamten Netz der Hamburger Hochbahn. Der Verkehr wurde mit Pferdefuhrwerken abgewickelt. Besonders auffallend ist das Fehlen jeglicher Radfahrer- sogar die Fußwege sind frei davon!!! Aus der Richtung der Schatten und der Art der Bekleidung der Passanten ist zu ersehen, dass das Foto an einem Vormittag in der warmen Jahreszeit aufgenommen wurde. |
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| Auf dieser alten Postkarte mit dem Herkunftshinweis „H.H.H. Nr.10“ fährt ein Zug aus T-Wagen über die Binnenhafenbrücke. Hier beginnt das
Hafenviadukt. Links auf dem Bild befindet sich das südliche Ende vom Rödingsmarkt. Recht großspurig ist die Karte mit „Rödingsmarkt mit Hochbahn über dem Hafen“ betitelt. Der Binnenhafen
ist eine kleine Ausbuchtung des Zollkanals an der Kehrwiederspitze- mehr nicht! Die Postkarte wird wohl aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg stammen.
Am linken Bildrand in der Mitte steht das Stellahaus. Es wurde 1922 um vier Etagen aufgestockt. Hier ist ein |
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| Ich habe dies Bild aus zwei ähnlichen Postkarten zusammengefügt und mit einem leichten Blaustich gespeichert. Der linke größere Teil des Bildes wird aus der
Postkarte "St. Pauli-Fährhaus mit Hochbahn und Seewarte" vom Verlag Arthur Friedrich in Hamburg gebildet. Sie ist am 5.Oktober 1912 gelaufen. Als colorierte Postkarte ist es eine der über Ebay
viel gehandelten historischen Postkarten.
Links im Vordergrund befindet sich ein abgeschnittener Z1-Straßenbahntriebwagen mit Beiwagen. Der Beiwagen dürfte ein ehemaliger Pferdebahnwagen sein. Den Hauptteil der Postkarte nimmt das damalige St. Pauli-Fährhaus ein. Rechts im Bild ist der turmartige Zugang zur Hochbahnhaltestelle Landungsbrücken. An ihn schließt sich die Bahnsteighalle an, die jedoch nicht den ganzen Bahnsteig überdeckt: statt der drei gezeigten gibt es genau 7 dreifenstrige Wandabschnitte. Über dem Zugang steht die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Seewarte auf dem vom Geestrücken gebildeten Stintfang. |
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Noch heute -im Oktober 2004- stellt sich der Blick auf die Helgoländer Allee ähnlich dar. Die Bäume sind gewachsen, die Straßenbahn gibt es nicht mehr, anstelle der
Pferdefuhrwerke sind Kraftfahrzeuge auf der Straße.
Aber alles in der Mitte und auf der rechten Seite der Postkarte sieht heute ganz anders aus! |
| Am linken Rand der Postkarte steht das kolossale Bismarck-Denkmal. Bismarck ist etwa 14,8 m groß, sein Schwert ist etwa 8 m lang. Davor führen zwei
Brücken über die Helgoländer Allee. Über die vordere Brücke fährt gerade ein Zug der Hochbahn.
Auf die Gestaltung der Hochbahnbrücke wurde viel Sorgfalt verwendet, denn man wollte den Eindruck der sich dahinter befindenden Kersten-Miles-Brücke nicht zerstören. Dies wurde durch die mit Granitquadern verkleideten wuchtigen Widerlager erreicht. Die vier auf der Postkarte nicht erkennbaren Reliefs an den Widerlagern stellen die vier Kardinaltugenden Tapferkeit, Klugheit, Gerechtigkeit und Mäßigkeit dar (Bild unterhalb, Darstellung der Tugenden in der Folge der Aufzählung. Die lateinischen Namen sind Fortitudo, Sapientia, Justicia und Temperantia.) Die Darstellung der Kardinaltugenden genau an dieser Stelle tut nötig: folgt man der Helgoländer Allee, so gelangt man zur Reeperbahn! Allerdings gibt es -je nach Ursprung- für die Kardinaltugenden noch weitere Festlegungen. So nannte Platon Tapferkeit, Weisheit, Gerechtigkeit und Besonnenheit. |
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| Der Architekt für Haltestelle, Hochbahnbrücke über die Helgoländer Allee und Bismarck-Denkmal war Emil Schaudt. | |
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Hübsch, nicht wahr? Die Vorlage zu dem Wandgemälde „Am Bahngleis-1916“ ist diejenige, die ich als Vorlage für das Hintergrundbild dieses Bereiches meiner Homepage
genutzt habe. Die Hochbahn hat das Bild mit „Abfertigung durch weibliches Personal in der Haltestelle Ohlsdorf (1917)“ bezeichnet. Auf dem Originalfoto hat die Zugbegleiterin keine Kelle
in der Hand, sondern die Kelle wird von einer dritten Dame -der Abfertigungsbeamtin- hochgehalten.
Das Wandgemälde wurde neben anderen an der Ziegelsteinmauer um das Barmbeker Krankenhaus im Bereich Fuhlsbüttler Straße im Mai 2004 angebracht. Leider wurde die Mauer im Januar 2008 abgerissen. Schade um das Wandgemälde! Die Größe des Gemäldes lässt sich an dem Steinmuster gut abschätzen. |